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Libanon

Vor Sonnenaufgang legten wir in Beirut an und verließen das Schiff. Auf der Fahrt über die Küstenstraße machte es Freude, das Spiel der Strahlen der aufgehenden Sonne mit den bewegten Wellen des Mittelmeeres zu beobachten.

Libanon und Anti-Libanon sind zwei Gebirgszüge, die sich parallel zur Mittelmeerküste durch das ganze Land erstrecken. Die schneebedeckten Gipfel ragen bis zu 3000 Metern auf. Im Anti-Libanon schmiegen sich abgelegene kleine Dörfer an die Berghänge. Dort leben überwiegend Christen.

Zwischen den Gebirgszügen liegt die fruchtbare Bekaa-Ebene. Die Ebene ist der "Obst- und Gemüsegarten" des Libanon. An Sehenswürdigkeiten herrscht im Libanon kein Mangel. Durch die ständige Besiedelung des Gebietes seit Jahrtausenden gibt es eine Vielzahl von Hinterlassenschaften zu bestaunen. Ägypter, Phönizier, Assyrer, Griechen, Römer, Byzantiner, Araber, Türken, Franzosen und viele andere haben ihre Spuren hinterlassen.

Wir fahren durch die Bekaa-Ebene zur römischen Ruinenstadt Baalbek, eine der größten im orderen Orient. Sehr gut erhalten ist der Bacchus-Tempel. Der Jupiter-Tempel ist eines der Wahrzeichen des Landes. Die roten Steine der Tempelanlage unter einem azurblauen Himmel, vor den schneebedeckten Gipfeln des Gebirges, dazu die mahnende Stimme des Muezzins, überwältigend schön! Baal bedeutet in hebräisch Herr, Meister, König oder Gott. Im Christentum war er ein Dämon und in der kanaanäischen Welt ein Fruchtbarkeitsgott.

Wir fuhren weiter nach Beiteddine, einer schönen Palastanlage eines Drusen-Emirs. Der Weg führte uns durch Zedernwälder. Die Zeder, ein Kieferngewächs, ist das Wahrzeichen des Libanon, das die Landesflagge ziert. Der immergrüne Baum kann eine Höhe von fünfzig Metern, einen Durchmesser von zwei Metern und ein Alter von 1000 Jahren erreichen. Dann ging es zurück nach Beirut. Hier erwartete uns ein köstliches Mahl, bei dem landestypische Gerichte serviert wurden. Dazu wurde ein herrlicher Rotwein aus der Bekaa-Ebene serviert. Die Zeit reichte gerade noch um die Al-Amin-Moschee zu besuchen, dann mussten wir zurück auf unser Schiff.

Ich nahm mir fest vor, einmal wiederzukommen, denn der Libanon, die Perle der Levante, birgt bei seiner großen Geschichte zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die zu erkunden es sich lohnt. Zu diesen Sehenswürdigkeiten gehört der Ort Qana mit den Felsreliefs der zwölf Apostel. Hier soll die Hochzeit stattgefunden haben, bei der Jesus sein erstes Wunder, die Verwandlung von Wasser in Wein, vollbracht haben soll. Auf dem Schiff angekommen war noch ausgiebig Zeit zu duschen und zur Vorbereitung auf das Abendessen. Im Speisesaal wartete ein riesiger Barsch auf uns, den der Chefkoch in Beirut erstanden hatte.

Ihre Renate Raidt



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