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September - Mutter Teresa - Jungfrau

diszipliniert - ehrlich - zuverlässig - fürsorglich - selbstlos - demütig - sachlich - pedantisch

Agnes Gonxhe (das albanische Wort für Blütenknospe) Bojaxhiu wird am 26. August 1910 in Skopje (Mazedonien) als Tochter eines Bauunternehmers (Angehöriger der albanischen Bevölkerungsgruppe) geboren und katholisch getauft. Die Mutter, Drane, stammt aus dem Kosovo. Die Familie ist tiefreligiös.

Als sie neun Jahre alt ist, stirbt der Vater. Schon im Alter von zwölf Jahren steht ihr Entschluss fest, sie wird Ordensfrau.

Immer stärker verspürt das Mädchen den Wunsch, sich in der Mission zu engagieren. Unter dem Einfluss von Jesuiten in Letnica schließt sie sich im Alter von achtzehn Jahren den "Schwestern der Jungfrau von Loreto" an. In Rathfarnham in Irland erhält sie ihre Ausbildung zur Missionarin.

Anfang 1929 kommt sie über Colombo, Madras und Kalkutta nach Darjeeling am Fuß des Himalaja-Gebirges, wo sie das Noviziat absolviert, in den Orden aufgenommen wird und in Erinnerung an Thérèse von Lisieux den Ordensnamen Teresa annimmt.

In Kalkutta wird Teresa zur Lehrerin ausgebildet. Im Mai 1937 legt sie das Ordensgelübde ab und wird Leiterin einer höheren Schule für bengalische Mädchen in Kalkutta.

Direkt neben der Schule liegt ein großes Armenviertel. Am 10. September 1937 zieht Teresa sich nach Darjeeling zurück. Das unfassbare Elend, mit dem sie in Kalkutta konfrontiert worden war, bringt sie zu dem Entschluss, ihr künftiges Leben den Ärmsten der Armen zu widmen.

Als „wichtigsten Tag ihres Lebens“ bezeichnet Teresa später den Tag, als sie diesen Entschluss fasste.

1946 beginnt sie in Kalkutta unter den Ärmsten im Slum zu leben und zu arbeiten. 1948 verlässt sie den Orden der „Schwestern der Jungfrau von Loreto“.

Zusammen mit einem bengalischen Mädchen eröffnet Teresa die erste Schule in einem Slum in Kalkutta.

1950 genehmigt der Papst die Gründung der „Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe“. Zwölf Schwestern umfasst 1950 die Gemeinschaft. Teresa wird Generaloberin und bleibt das bis kurz vor ihrem Tod. Die Ordensschwestern verpflichten sich, niemals für Wohlhabende tätig zu sein und sich niemals für ihre Tätigkeiten entlohnen zu lassen.

Sie kümmern sich in den Elendsvierteln um ausgesetzte Säuglinge, Kranke, Hungernde und Sterbende.

1952 eröffnet Teresa das Haus „Nirmal Hriday“ („Reines Herz“), ein Kranken- und Sterbehaus, um die Ärmsten von der Straße zu holen.

Zehntausende Menschen haben seitdem dort Hilfe gefunden. Mehr als die Hälfte davon haben Dank der Pflege überlebt, die anderen sind zumindest in Würde gestorben.

Ebenfalls 1952 kann das Kinderhaus „Shishu Bhavan“ eröffnet werden.

1962 gründet Mutter Teresa die Leprakolonie „Stanti Nagar“. Es folgt die Gründung von Schulen für Arme, von Entbindungsheimen und einem Heim für ledige Mütter.
Durch den Journalisten Malcolm Muggeridge wird „Mutter Teresa“ weltweit bekannt. „Ohne ihn hätte die Welt vielleicht nie von Mutter Teresa erfahren“, schreibt nach ihrem Tod die „Catholic Times“.

Sie selbst macht ihre Arbeit bekannt durch Reisen in die Metropolen der Welt. Die Gemeinschaft wächst und bekommt viele Spenden, besonders, nachdem Mutter Teresa 1979 mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet wird. 1985 wird ihr die Freiheitsmedaille des Präsidenten der USA verliehen. Weltweite Aufmerksamkeit erzielt schließlich ihre Freundschaft mit der Gattin des englischen Thronerben, Lady Diana.

Das Wirken Mutter Teresas erfährt aber auch böse Kritik. Böse Zungen sprechen von untragbaren hygienischen Zuständen und von mangelnder Transparenz bei der Verwaltung der Spendengelder.

Der bösen Kritik zum Trotz wird der Name „Mutter Teresa“ zum Sprichwort für den Einsatz für Arme und Kranke und zum Sinnbild dafür, was es heißt, sich selbst zurückzunehmen und sein Leben für andere einzusetzen.

Am 5. September 1997 stirbt Mutter Teresa. Der „Engel der Armen“ erhält am 13. September in Indien ein Staatsbegräbnis. Auf ihren besonderen Wunsch wird sie in dem von ihr gegründeten Kloster beigesetzt.

Im Jahre 2007 unterhält der Orden 757 Häuser der Nächstenliebe in 145 Ländern, Heime für Sterbende, für Aids- und Lepra-Kranke, für Obdachlose und Kinder.

Der Flughafen der albanischen Hauptstadt Tirana trägt den Namen der Nonne.

In Pristina wurden ihr zu Ehren eine Kathedrale erbaut, eine Hauptstraße nach ihr benannt und eine Bronzestatue aufgestellt.

Die Seligsprechung Mutter Teresas erfolgt am 19. Oktober 2003.

Am 4. September 2016, in dem von Papst Franziskus ausgerufenen „Jahr der Barmherzigkeit“ wird Mutter Teresa auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen.

Ist Mutter Teresa nicht eine würdige Vertreterin ihres Sternzeichens?

Herzliche Grüße
Renate Raidt



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