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Erlebnisse
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DVD Zeitzeugen/innen
Judentum
















Renate Raidt

Als ich am 16.04.1939 das Licht der Welt erblickte, schien diese noch in Ordnung zu sein. Das änderte sich jedoch wenige Monate später schlagartig. Der 01. September 1939 war der Beginn eines schrecklichen Krieges, der auf das Leben aller Deutschen, also auch auf meines, große Auswirkungen hatte. Der Tod meines Vaters und der Verlust unserer Habe ließen mich früh Berufswünsche und Zukunftsträume begraben.

Nach meiner Schulzeit trat ich in die Dienste der Deutschen Bundespost ein. Durch meine Pensionierung erfuhren meine frühen Zukunftsträume eine Wiederbelebung. Ich reise, lese viel und habe als Hobbyschriftstellerin einige Büchlein herausgegeben. Mich bei der Gruppe der Redakteure des "Herbstwind" einbringen zu können und dabei mit Gleichgesinnten etwas gestalten zu können ist mir eine große Freude.

Ich bin verwitwet und habe zwei erwachsene Kinder, eine Tochter und einen Sohn.


Im Kino

Rasiersitz im Walhalla

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Wie war das nur möglich

Geschichtliche Hintergründe

Die Deutschen hatten den Krieg (1914 bis 1918) verloren, der Kaiser musste abdanken.

Von 1918 bis 1933 war Deutschland eine parlamentarische Demokratie, nach dem Ort ihrer Gründung „Weimarer Republik“ genannt. Doch waren die Deutschen noch nicht reif für eine Demokratie. Grund dafür war wahrscheinlich ihre „friderizianische Vergangenheit“. Die Deutschen lebten treu und brav nach den sogenannten „preußischen Tugenden“, die da sind: Fleiß, Pünktlichkeit, Tapferkeit, Disziplin und Gehorsam.

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Rückblicke

Vater, Mutter, Kind

Würzburg, April 1939. Ich wurde erwartet. Nicht nur liebevoll von meinen Eltern, sondern auch mit Neugier und Spannung von den übrigen Familienmitgliedern, von Freunden und Nachbarn. Ich sollte das Licht der Welt am 18. April erblicken. Würde mein Start ins Leben jedoch der 20. April sein, würde Adolf Hitler, dessen Geburtstag an diesem Tag alljährlich zünftig mit dem Abspielen des Badenweiler Marsches gefeiert wurde, die Patenschaft übernehmen. Ich mache es kurz: ich enttäuschte alle und kam am 16.

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Rückblicke II

Leben in schwerer Zeit

1943. An Sonntagen kamen regelmäßig die Tanten zu uns zum Nachmittagskaffee. „Die Tanten“ waren drei Kusinen und zwei Tanten meines Vaters. Zusammen mit meiner Mutter saßen sie dann gemütlich um den großen runden Tisch im Esszimmer. Die drei Kusinen waren jung verheiratet und allesamt kinderlos. Ihre Männer kämpften, wie mein Vater, für Volk, Führer und Vaterland an der russischen Front.

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Rapunzel, lass Deinen Zopf herunter

Gegenüber, auf der anderen Straßenseite, stand eine Villa, die im Stil einer Burg gebaut war. Verbunden mit einem dicken, runden Turm war die Villa für mich wie ein Märchenschloss. Bewohnt schien es nicht zu sein, denn die riesigen grünen Fensterläden waren immer geschlossen.

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Traurige Realität

In Würzburg in de Semmelstraß‘
da wohnt e lust’ger Beck.
Der hängt sein Arsch zum Fenster naus
und sacht es wär e Weck.
Da komme die Leut‘ gelaufe
und wolle des Weckle kaufe,
da zieht er ne wieder nei
und sacht: „Der Weck is mei.“

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Vater

Ich kannte ihn kaum, diesen Mann, der mein Vater war. Als der Krieg am 1. September 1939 begann war ich gerade ein halbes Jahr alt. Ich war auch in den ersten Kriegsjahren zu klein um eine Erinnerung an ihn zu haben, wenn er auf Heimaturlaub zuhause war. Vage Erinnerung habe ich an einen Heimaturlaub meines Vaters. Es muss im Dezember 1942 gewesen sein.

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Das Inferno

Auf den Dächern der zahlreichen Krankenanstalten und öffentlichen Gebäuden prangten riesige rote Kreuze auf weißen Grund. Würzburg war durch eine internationale Abmachung des Roten Kreuzes zur Lazarettstadt erklärt worden, was bedeutete, dass die Stadt keine Fliegerangriffe zu erwarten hatte. Neben den Kreuzen waren pilzförmige Gebilde aus Metall angebracht: die Sirenen.

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Heimatlos

Wir waren sieben: Tante Johanna, Tante Bawett, Kätsche-Oma und Mamas Halbgeschwister, Mama und ich. So kamen wir nach langen Fußmärschen und zwei Übernachtungen in einem Schulsaal und in einer Scheune, begleitet von einem penetranten Brandgeruch bei Tante Betty in Volkach an.

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Mutter

Der Sarg wurde in die Grube hinunter gelassen. Der fremde Pfarrer fand einige tröstende Worte, reichte jedem von uns die Hand und wir waren allein. Da standen wir vor dem offenen Grab, Mama und ihre beiden Geschwister und ich. Fremd, seltsam verloren. Der Totengräber machte sich bemerkbar, er wollte seine Arbeit tun. Hier in Bad Windsheim fand Kätsche-Oma ihre letzte Ruhe. In einem kleinen Gasthof hatten wir vorübergehende Unterkunft gefunden. Hier nahmen wir auch die täglichen Mahlzeiten ein.

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Glückliche Jahre

"Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit später die "gute, alte Zeit" nennen wird.“ So der amerikanische Schriftsteller John Steinbeck.

Jeder nicht mehr junge Mensch wird im Rückblick feststellen, dass es in seinem Leben eine Zeit gibt, die durchwirkt mit den goldenen Fäden der Erinnerung und verbrämt mit der Sehnsucht nach einer heilen Welt, für ihn zur persönlichen "guten, alten Zeit" wird.

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Rheinland-Pfalz-Tag 2013 weckt Erinnerungen

Längst sind mir die Stadt Pirmasens und das Bundesland Rheinland-Pfalz Heimat geworden und ich feierte das Ereignis Rheinland-Pfalz-Tag fröhlich gemeinsam mit Pirmasensern und Rheinland-Pfälzern aus allen Landesteilen.

Die Erinnerung führte mich zurück zu dem Tag, als ich das Land Rheinland-Pfalz zum ersten Mal besuchte. Als Tochter eines fränkischen Vaters und einer pfälzischen Mutter wuchs ich im unterfränkischen Würzburg auf.

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Der Main

Der Main ist ein fester Bestandteil meiner Kindheit. Ich erinnere mich an die Zeit während des Krieges in Würzburg. Von den verschiedenen Brücken, über die man von der "hüberen" zur "drüberen" Seite gelangen konnte, sind mir zwei in besonders guter Erinnerung: die "Alte Mainbrücke" und die "Löwen-Brücke".


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