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Rhodos

Bei der Einfahrt in den Hafen von Rhodos ist es zu sehen, hier waren die Kreuzritter zu Hause; typisch, die wuchtige Stadtmauer.

Rhodos ist die größte Insel der griechischen Inselgruppe Dodekanes. Rhodos ist auch der Name der Hauptstadt.

Wie alle Inseln des Mittelmeers hat auch Rhodos eine wechselvolle Geschichte. Perser, Griechen, Araber, Osmanen, alle waren sie da. Nach dem ersten Kreuzzug im elften Jahrhundert nahmen die Johanniter die Insel ein. Sie blieben nahezu 400 Jahre. Nach der Eroberung durch die Türken verließen die Johanniter 1523 die Insel. 1912 wurden die Türken von den Italienern abgelöst. 1943 besetzten deutsche Truppen die Insel.

Seit 1948 gehört Rhodos zu Griechenland.

Die malerische Altstadt ist von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützt.

Unerlässlich ist der Besuch des Mandraki-Hafens. Hier soll er gestanden haben, der sagenhafte Koloss von Rhodos, eines der sieben Weltwunder der Antike. Etwa 292 v. Chr. wurde die über dreißig Meter hohe monumentale Bronzestatue des Sonnengottes Helios aufgestellt. Doch schon 226 v. Chr. wurde sie durch ein Erdbeben zerstört. Aufgebaut wurde sie nicht mehr, das Orakel von Delphi hatte abgeraten und vor schlimmen Katastrophen gewarnt.

In der Ritterstraße tragen verschiede Häuser noch die steinernen Wappen verschiedener Ordens-Großmeister. Im Großmeister-Palast beeindrucken die Bodenmosaike.

Bezaubernd sind die schönen Plätze, die verträumten Gässchen und urigen Tavernen in der malerischen Altstadt. Straßencafés laden zum Verweilen ein.

Unerfreulich war für mich die Begegnung mit der deutschen Geschichte am Seepferdchenbrunnen. 1944 wurden hier von der deutschen Wehrmacht die Juden der Insel zusammengetrieben und anschließend in osteuropäische Konzentrationslager abtransportiert.

Ein besonderes Erlebnis ist das Tal der Schmetterlinge. Der dichte Pinienwald, Wasserfälle, ein Bach, ein kleiner See, sorgen in den heißen Mittagsstunden für einen angenehmen Aufenthalt. Angelockt vom Duft der orientalischen Amberbäume flattern im Tal der Schmetterlinge Tausende von Faltern. Doch die Schmetterlinge sind nur in der Zeit von Ende Juni bis Anfang September zu sehen. Besucher, die außerhalb dieser Zeit kommen, werden, wie auch ich, enttäuscht.

Doch die einmalige Schönheit des romantischen Tales hat die Enttäuschung in Grenzen gehalten. Wir fahren wieder zurück zum Hafen. Heute ist noch Zeit im Pool ein wenig Abkühlung zu suchen.



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