Liebe Leserinnen und Leser,

Der Benediktiner Drutmar Cremer hat ungewöhnliche Gebete verfasst.

Tiere sprechen sie, und den Menschen rühren sie an, weil diese Tiere menschliche Züge tragen.

Die Texte sind heiter und sie flirren leicht, wie ein Kolibri.

Aber sie bezeugen bisweilen auch die schwermütigen Schatten der Erde, die das Leben so kompliziert und bedrängend machen können.

Aber immer bezwingt in diesen Gebeten ein köstliches Lächeln die Verdrehtheiten des Daseins, gewinnen ihm das Gute meist gütig ab.

Sie scheinen den Ernst der Schatten aufzulösen in tanzende Lichtflecke, die einem sonnigen Gemüt entspringen und die vordergründigen Barrieren des Alltags überwinden.

Diese Gebete lassen die Welt, die Menschen, die Erfahrungen des Lebens und die Umbrüche der Zeit in einem optimistischen Licht erscheinen.

Sie sind Strahlen eines Sterns, den die Menschen fast schon vergessen haben.

Wer diese Tiere anschaut, ihr Wesen und ihr Verhalten, der ahnt vielleicht, wie Gott den Menschen gedacht hat.“

Ab Februar können Sie monatlich ein tierisch-menschliches Gebet aus dem reizenden Büchlein „Ich preise Dich Herr, darum hüpfe ich“ lesen.

Herzliche Grüße
Ihre Renate Raidt

Liebe Leserinnen und Leser,

wir Redakteure der Online-Ausgabe des „Herbstwindes“, die wir vor oder während des 2. Weltkrieges oder kurz danach geboren wurden, beabsichtigen unter dem Titel „Erinnerungen“ diese, unsere Zeit, so zu schildern, wie wir sie als Kinder erlebt und durchlebt haben.

Es ist uns wichtig zu erklären, wie unsere Eltern, die nicht dümmer und nicht schlechter waren als die Eltern nachfolgender Generationen, durch äußere Umstände in einen Sog hineingeraten sind, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnten. Es gab ab einem gewissen Zeitpunkt einfach kein zurück mehr.

Wir wollen beschreiben, wie wir als Kinder diese Zeit durchlebt und durchlitten haben und wie wir trotz allem immer wieder Nischen fanden in denen wir Kind sein konnten und durften.

Dass wir litten, wurde uns damals nicht bewusst. Für uns waren der Krieg mit all seinen Schrecken und die Zeit des Hungerns danach, gegebene Realität. Wir kannten eben keine andere Art zu leben.

Als Zeitzeugen machen wir uns zur Aufgabe über Erlebtes zu schreiben, gegen das Vergessen und für den Frieden.

Wir hoffen, dass sich unsere Leser mit unseren Berichten identifizieren können.

Ihre Renate Raidt

Liebe Leserinnen und Leser,

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.” So Jean Paul. Er spricht jedoch dabei nur von guten Erinnerungen oder von Erinnerungen, die von der Zeit geschönt wurden. Es gibt aber auch die anderen Erinnerungen. Erinnerungen, die nie verblassen, die eingebrannt sind in die Seelen der Menschen und deren ganzes Leben überschatten.

Wir, die Herbstwind-Online-Redakteure, allesamt Kriegskinder, haben uns des Themas „Erinnerungen“ angenommen. Der Beweggrund für unser Unterfangen war, Ereignisse und Erlebnisse festzuhalten, zu bewahren.

Doch bei unseren regelmäßigen Zusammenkünften merkten wir bald, wie gut uns selbst der Austausch unserer Erinnerungen tat. Sie machten uns manchmal nachdenklich-traurig, aber oft lachten wir auch herzlich miteinander, wenn wir vom fröhlichen Spiel in unbegrenzter Natur und vom Aushecken lustiger Streiche sprachen.

Jetzt ist unser Projekt zum Abschluss gekommen. Wir hoffen, dass wir unsere Leser für unsere „Erinnerungen” interessieren können und dass sich vielleicht mancher beim Lesen der Geschichten wiederfindet.

Wir Online-Redakteure sind bei der gemeinsamen Arbeit Freunde geworden.

Herzlichst Ihre
Renate Raidt
Pirmasens