Der Irrtum einer Katze

Als mein Frauchen telefonierte,

stellt euch vor, was da passierte,

ich sah auf dem Küchentisch

ein Glas Kuhmilch, warm und frisch.

Frauchen konnte mich nicht sehen,

und ich konnt‘ nicht widerstehen,

ja ich wußt‘ es ist verboten,

doch es juckt in meinen Pfoten.

Erstmal hab‘ ich kontrolliert,

mit wem Frauchen telefoniert,

mit Frau Schmidt ist sie verbunden,

da wußt‘ ich, das dauert Stunden.

Vor mir steht die gute Speise

und ich habe sacht und leise

nur mein Pfötchen eingesteckt

und dann schleunigst abgeschleckt.

Und ich leckte mit Begierde,

da mein Frauchen telefonierte

und es war so wundervoll

das zu tun, was man nicht soll.

Doch mein Glück nahm and‘re Bahnen,

denn ich konnte ja nicht ahnen,

nein, ich konnte nicht vermuten,

dass nach etwa zwei Minuten

Frauchen mir schon einen schmiert,

ja obwohl sie telefoniert.

Schließlich war ich sichtlich platt,

dass sie nun ein Handy hat.

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